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Umspannwerk - Museum Strom und Leben

Uferstraße 2, 45663 Recklinghausen

Umspannwerk - Museum Strom und Leben
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Umspannwerk - Museum Strom und Leben

Mehr als zwei Millionen Ziegel setzten Arbeiter in den Jahren 1927/28, um das Umspannwerk Recklinghausen-Süd, entworfen vom „Baubureau der Vereinigten Elektrizitätswerke Westfalen (VEW) unter Leitung des Baumeisters Carl Lill“, zu vollenden. Neben dem 110kV-Schalthaus entstand, direkt an Emscher und Rhein-Herne-Kanal und an der Stadtgrenze Recklinghausen-Herne gelegen, ein 10kV Schalthaus mit Warte und Wohnhaus für die Leitwarte sowie ein Trafohaus. Der Gebäudekomplex sollte laut Bauantrag „...in seiner Gesamtwirkung zur Hebung des Stadtbildes“ beitragen. Er sollte die Anlagen vor allem aber vor der hohen Luftverschmutzung und Luftfeuchtigkeit am Standort schützen, da beide Faktoren technische Probleme bei einem Freiluftbetrieb befürchten ließen.

Aus technischen Gründen erfuhr die Anlage in den folgenden Jahrzehnten eine Reihe von Veränderungen und Erweiterungen. Unter anderem wurden 1949/50 die alten Ölkesselschalter durch moderne Schalteinheiten ersetzt. Ende der 1980er Jahre entsprach das Umspannwerk trotzt der Umbauten nicht mehr dem technischen Standard. Die VEW entschied sich letztlich gegen einen zunächst geplanten Abriß und begann mit Unterstützung der Stadt Recklinghausen und dem Westfälischen Amt für Denkmalpflege im April 1991 mit der Wiederherstellung der historischen Gebäudesubstanz und der gleichzeitigen Umrüstung auf eine moderne, gasisolierte (SF6) 110kV-Anlage. Im Inneren des Gebäudes wurde ein Teil der alten Anlagen museal erhalten und bereits seit 1994 für Besuchergruppen zugänglich gemacht. Diese Kombination von Baudenkmal, technischem Denkmal und moderner Betriebsstätte war ein Grund dafür, daß Recklinghausen als Standort für das „Historische Zentrum“ ausgewählt wurde, daß die VEW anläßlich ihres 75jährigen Jubiläums im Jahr 2000 plante. Die Eröffnung des Museums am 10.12.2000 fiel bereits in die Zeit nach der Fusion zwischen der VEW und dem RWE die im Oktober 2000 vollzogen wurde.

Thema des Umspannwerks Recklinghausen ist die Darstellung der Geschichte der Elektrizität. Die Elektrifizierung als Teil der sogenannten „Zweiten Industriellen Revolution“ seit etwa 1880 bewirkte enorme Veränderungen in der Gesellschaft und brachte eine sprunghafte Modernisierung, die die Menschen in wenig mehr als drei Generationen vom Zeitalter der Pferdekraft in die Atomzeit führte. Um 1900 war Strom ein Luxusartikel, bereits gut 50 Jahre später war er eine Selbstverständlichkeit für nahezu jeden Menschen in Europa.

Der zeitliche Horizont der Ausstellung reicht von den ersten, bereits in der Antike angestellten Vorüberlegungen zur Elektrizität und Magnetismus über die Entdeckung naturwissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten im 17. und 18. Jahrhundert und die Entwicklung der ersten Magneten im 19. Jahrhundert bis zu frühen praktischen Anwendungen im Bereich der elektrischen Beleuchtung zum Ende des letzten Jahrhunderts hinaus bis in die Gegenwart der modernen Elektrizitätsversorgung.

In seiner Ausstellung nimmt das „Museum Strom und Leben“ seine Besucher mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte der Elektrizität. Auf 2000 qm Ausstellungsfläche wir ihre Kultur-, Sozial- und Technikgeschichte dargestellt. Nach einer spielerischen Einführung in das Phänomen Strom verdeutlichen Turbine, Dampfmaschine und Wasserturbine die verschiedenen Möglichkeiten der Stromerzeugung. Eine alte Straßenbahn in historischer Platzsituation dokumentiert den Stand der Elektrifizierung in den 30er Jahren. Beispiele aus Industrie, Gewerbe, Landwirtschaft und Haushalt zeigen, wie der Strom Alltag und Arbeitswelt grundlegend veränderte. Im historischen Teil des 1928 gebauten Umspannwerks wird die Technik der Elektrizitätsverteilung erläutert. Spielerische Experimente zur Stromerzeugung, eine alte Straßenbahn, ein elektrisches Klavier, ein Kino und viele kleine und große Objekte mehr laden zum Ausprobieren, Staunen und Verweilen ein. An vielen Stationen im Museum ist Anfassen erwünscht.


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Die Location "Umspannwerk - Museum Strom und Leben" wurde am Dienstag, 29. Juni 2010 von RUHR.2010 im openeventnetwork eingetragen.

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